Alltägliche Geschichten in Content verwandeln
Menschen fühlen sich von Geschichten angesprochen, weil sie Informationen einen menschlichen Kontext geben. Teile nicht nur mit, was dein Unternehmen verkauft, sondern zeige auch die Erlebnisse, Herausforderungen und besonderen Momente, die hinter deiner Arbeit stehen.
Ein Café könnte zum Beispiel davon erzählen, wie ein neues saisonales Getränk entstanden ist, und dabei auch das ursprüngliche Rezept vorstellen, das nicht gelungen ist, sowie den Weg zur endgültigen Version beschreiben. Ein Softwareunternehmen könnte die Geschichte eines Features erzählen, um das Kundinnen und Kunden immer wieder gebeten haben.
Auch kleine Dinge lassen sich in spannende Geschichten verwandeln. Überlege, was passiert ist, wer beteiligt war, worin die Herausforderung bestand und wie die Sache ausgegangen ist. So fällt es Followern leichter, eine Verbindung zu den Inhalten aufzubauen – statt darin nur eine weitere Werbebotschaft zu sehen.
Stelle Fragen, die Menschen wirklich beantworten möchten
Fragen zu stellen ist eine der einfachsten Möglichkeiten, Interaktionen anzuregen. Allerdings führen nicht alle Fragen zu mehr Interaktion. Fragen wie "Was denkst du?" werden leicht ignoriert, weil sie zu allgemein sind oder sich ständig zu wiederholen scheinen.
Stelle stattdessen konkrete Fragen, die sich auf die Erfahrungen deiner Zielgruppe beziehen. Ein Modeunternehmen könnte fragen: "Wofür entscheidest du dich: Sneaker oder Stiefel?" Ein Produktivitäts-Account könnte fragen: "Welche Aufgabe schiebst du immer wieder auf?"
Auch Umfragen, Quizze und Beiträge nach dem Motto "Dies oder das?" eignen sich dafür. So können Menschen ganz einfach und schnell mitmachen, was die Rücklaufquote erhöht.
Setze auf Humor und Inhalte, mit denen sich Menschen identifizieren können
Mit Humor kannst du dafür sorgen, dass deine Inhalte lange im Gedächtnis bleiben. Menschen teilen eher etwas, das sie zum Lachen bringt – besonders, wenn es eine Erfahrung aufgreift, die sie aus ihrem eigenen Leben kennen.
Memes sind hier besonders nützlich: Sie vermitteln eine Idee auf einfache Weise und können einer Marke eine menschliche Seite verleihen. Eine Marketingagentur könnte zum Beispiel einen lustigen Beitrag darüber veröffentlichen, wie man die Website-Statistiken zum zwanzigsten Mal an einem Tag überprüft. Eine Online-Lernplattform könnte einen Witz darüber machen, wie man fünf Minuten vor einer Prüfung ein Lehrbuch aufschlägt.
Du musst keinen Comedy-Account daraus machen. Entscheidend ist, den Humor zu finden, der bei deiner Zielgruppe ankommt, ohne dabei zu weit von deiner Marke abzuweichen.
Wenn du deine Inhalte visuell ansprechender gestalten möchtest, kann ein Bildanimator dabei helfen, aus einem statischen Bild einen kurzen animierten Beitrag zu machen, der beim Scrollen durch den Feed ins Auge fällt.
Gib deiner Zielgruppe einen Blick hinter die Kulissen
Kundinnen und Kunden können sich leichter für eine Marke begeistern, wenn sie einen Blick hinter die Kulissen werfen können. Solche Inhalte fördern Transparenz und geben deiner Zielgruppe das Gefühl, den Menschen hinter den Kulissen näherzukommen.
Ein Restaurant könnte zeigen, wie der Koch vor der Öffnung Speisen zubereitet. Ein Bekleidungsunternehmen könnte den Verpackungsprozess eines Produkts vorstellen. Ein Content Creator könnte die einzelnen Schritte bei der Erstellung eines Videos zeigen – von der Planung über den Dreh bis zum Schnitt.
Stelle auch die Teammitglieder und ihre Aufgaben vor. So lernen Follower die Person hinter dem Logo, der Website oder dem Social-Media-Account kennen.
Die Inhalte müssen nicht makellos sein. Aufnahmen hinter den Kulissen können sogar authentischer wirken, wenn sie etwas lockerer sind und nicht so gestellt wie eine Werbeproduktion.
Erstelle nützliche Inhalte
Menschen folgen dir wegen nützlicher Inhalte; Unterhaltung sorgt für Aufmerksamkeit. Überlege, welche Fragen deine Zielgruppe häufig stellt, und erstelle Beiträge mit den passenden Antworten.
Ein Hautpflegeunternehmen könnte zum Beispiel eine einfache Morgenroutine vorstellen. Ein Reiseunternehmen könnte praktische Packtipps geben. Ein Finanzbildungs-Account könnte ein komplexes Konzept anhand einer einfachen Alltagssituation erklären.
Anleitungen, Checklisten, Tipps, kurze Leitfäden und verständliche Erklärungen können sehr nützlich sein. Wenn Menschen regelmäßig wertvolle Informationen in deinem Account finden, speichern sie deine Beiträge eher und besuchen deinen Account erneut.
Lege den Schwerpunkt auf den praktischen Nutzen.
Wenn du einen lehrreichen Beitrag planst, frage dich, ob jemand nach dem Lesen tatsächlich anders vorgehen könnte. Wenn ja, hast du wahrscheinlich einen wertvollen Inhalt geschaffen.
Mach deine Zielgruppe zum Teil deiner Inhalte
Soziale Medien werden dann besonders interaktiv, wenn Nutzerinnen und Nutzer nicht nur passiv zuschauen. Biete ihnen Möglichkeiten, sich einzubringen.
Besonders gut funktioniert das mit nutzergenerierten Inhalten. Bitte Kundinnen und Kunden, Fotos, Videos, Bewertungen oder Erfahrungen mit deinem Produkt zu teilen. Wenn du möchtest, kannst du einige dieser Beiträge über einen deiner eigenen Accounts hervorheben.
Du kannst Follower auch über neue Produkte abstimmen lassen, sie ein Produktdesign auswählen lassen, Themen vorschlagen oder Fragen für ein mögliches Video einreichen lassen. So bekommen Menschen das Gefühl, dass ihre Meinung in deiner Community wirklich zählt.
Ein kleines Bekleidungsunternehmen könnte zum Beispiel darüber abstimmen lassen, welche Farbe in einer kommenden Kollektion verwendet werden soll. Sobald die Entscheidung gefallen ist, kann die Marke das Ergebnis veröffentlichen und der Community dafür danken, dass sie bei der Auswahl geholfen hat.
Probiere verschiedene Inhaltsformate aus
Eine gute Inhaltsidee allein reicht nicht aus, wenn das Format nicht überzeugt. Die Art der Präsentation kann entscheidend dafür sein, wie die Informationen aufgenommen werden.
Wenn du normalerweise Bilder postest, warum nicht einmal ein kurzes Video ausprobieren? Wer meist Bildunterschriften schreibt, könnte Karussell-Beiträge testen. Und wer gern Videos schaut, kann ein Live-Frage-und-Antwort-Format oder ein kurzes Interview ausprobieren.
Probiere zum Beispiel einige der folgenden Formate aus:
Du musst nicht gleich alle Formate auf einmal ausprobieren. Wähle ein neues Format aus und verwende es für ein paar Beiträge. Achte darauf, welche Formate relevante Reaktionen hervorrufen – nicht nur darauf, was gerade im Trend liegt.
Greife Trends auf, aber gib ihnen deine eigene Note
Trends können dazu beitragen, dass deine Inhalte auch Menschen erreichen, die normalerweise nicht auf deinen Account stoßen würden. Doch wenn du einem Trend einfach nur folgst, kann dein Beitrag leicht unter Tausenden ähnlicher Inhalte untergehen.
Überlege stattdessen, wie du einen Trend an deine Branche oder Zielgruppe anpassen kannst. Ein Immobilienunternehmen könnte einen beliebten Audio-Clip verwenden, um sich über die Wohnungssuche lustig zu machen. Ein Uni-Account könnte einen viralen Ansatz nutzen, um das Studentenleben zu beschreiben. Ein Technologieunternehmen könnte ein beliebtes Meme verwenden, um ein alltägliches technisches Problem zu veranschaulichen.
Der Trend sollte deine Idee ergänzen und nicht selbst die Idee sein. Deine eigene Perspektive macht den Inhalt einzigartig.
Auch schnelles Handeln ist wichtig. Trends kommen und gehen. Deshalb sollten Content-Teams Trends leicht erkennen und schnell beurteilen können, ob sie zur Marke passen.
Fange mit einem starken Einstieg die Aufmerksamkeit ein
Wenn die ersten Sekunden oder die erste Zeile keine Neugier wecken, können selbst gute Inhalte übersehen werden. Der Einstieg sollte Leserinnen und Zuschauern sofort vermitteln, warum es sich lohnt, weiterzulesen oder zuzuschauen.
Statt einen Beitrag mit "Heute sprechen wir über fünf Tipps für mehr Produktivität" zu beginnen, könntest du mit einer konkreteren Aussage starten, etwa: "Deine To-do-Liste könnte deine Produktivität sogar senken."
Ein guter Einstieg kann eine überraschende Tatsache nennen, eine Frage stellen, ein weitverbreitetes Problem ansprechen oder eine hilfreiche Lösung anbieten. Es geht nicht darum, Menschen mit einem Trick zum Klicken zu verleiten. Vielmehr solltest du ihnen einen echten Grund geben, weiterzulesen oder zuzuschauen.
Sobald du ihre Aufmerksamkeit gewonnen hast, sollte der restliche Inhalt halten, was der Einstieg verspricht.
Gib Menschen etwas, das sie gern teilen
Ein gutes Zeichen für gelungene Inhalte ist, wenn Menschen sie mit anderen teilen möchten. Teilenswerte Inhalte bringen Menschen zum Lachen, vermitteln ihnen etwas Nützliches, lösen ein Gefühl aus oder erzählen eine Geschichte über eine Erfahrung, die sie kennen.
Denk daran, wann du zuletzt jemandem etwas über soziale Medien geschickt hast. Wahrscheinlich hast du es nicht geteilt, weil es professionell gestaltet war. Du hast es geteilt, weil es dich zum Nachdenken oder Lachen gebracht hat, du etwas daraus gelernt hast oder dachtest: "Das sind sowas von wir."
Versuche, Inhalte mit genau dieser Wirkung zu erstellen. Wenn du einen Unternehmensaccount betreibst, überlege, was deine Follower gern mit Gleichgesinnten, Freunden, Partnern oder der Familie teilen würden.
Miss, was wirklich funktioniert
Kreativität ist zwar eine wichtige Voraussetzung, doch bei der Erstellung wirkungsvoller Social-Media-Beiträge solltest du die Ergebnisse nicht außer Acht lassen. Sobald du verschiedene Arten von Beiträgen veröffentlicht hast, werte die Reaktionen deiner Zielgruppe aus.
Erzielen Karussell-Beiträge zu Bildungsthemen bessere Ergebnisse? Werden humorvolle Beiträge häufiger geteilt? Steigt die Zahl der Kommentare bei kurzen Videos? Regen Fragen Diskussionen an?
Du solltest nicht nur auf die Anzahl der Follower und Likes achten. Verschiedene Kennzahlen geben Aufschluss über unterschiedliche Arten der Interaktion. Geteilte und gespeicherte Beiträge können darauf hindeuten, dass die Inhalte wertvoll sind. Kommentare wiederum können zeigen, dass ein Thema eine Diskussion anstößt.
Nutze diese Muster, um künftige Inhalte zu verbessern. Wenn etwas nicht wie erwartet funktioniert, musst du deshalb nicht auf Kreativität verzichten. Betrachte stattdessen jeden Beitrag als kleines Experiment, durch das du mehr über deine Zielgruppe erfährst.
Fazit
Bei ansprechenden Social-Media-Inhalten geht es darum zu verstehen, was Menschen sehen, fühlen, lernen und teilen möchten. Erzähle bessere Geschichten, experimentiere mit Formaten, setze Humor gezielt ein, ermutige zu Feedback und höre zu. Nicht jeder Beitrag muss viral gehen. Konzentriere dich darauf, regelmäßig Inhalte zu veröffentlichen, bei denen manche Menschen beim Scrollen innehalten und mit deiner Marke interagieren.